4. Spieltag, 3. Mannschaft

3. Mannschaft, 4. Runde am 13.1.19 

Spiel : KSF 7 - Pfinztal 3 ,  7,5 : 0,5 , Aufwärts geht's !

Die für uns unglückliche Zusammensetzung der C-Klasse brachte uns gleich am nächsten Spieltag wieder gegen KSF 7. Nach der 0-8 Klatsche eine hohe Motivationsprobe, zumal wir in einem Schachartikel des sich für unfehlbar haltenden Herrn Schormann mit dem höhnischen Fußballgegrölle "Ihr könnt nach Hause fahrn" als die Loser wenig Wertschätzung erhalten haben. Denn wenn wir diesmal gleich zu Hause geblieben wären, hätten die weiblichen Schachspielerinnen vor leeren Brettern gesessen!

Nur können die Spielerinnen von KSF 7 nichts dafür, dass der Schreiber die Hervorhebung ihrer Leistung anscheinend nur durch Minderung der Jugendarbeit des Gegners zuwege bringen konnte. (Weshalb ER auch durch den Abdruck der Einzelergebnisse unsere Jugendlichen nochmal so richtig schön an den Pranger stellte!)

Dass es bei dem Leistungsunterschied nur um die Höhe der Niederlage ging, war UNS zumindest von vornherein klar. Nach dem Spielverlauf wären aber sogar mehr als mein halber Ehrenpunkt möglich gewesen.

 Als erster hat Luca sich ergeben. Warum es nach der Springergabel aber so schnell ging, müssen wir noch am Mittwoch schauen, denn diese brachte ja "nur" einen Qualitätsverlust. Vielleicht hatte er sich zu sehr über das Übersehen geärgert. Gelingt mir auch oft nicht, dann ruhig zu bleiben. Aber er hatte immerhin die badische Vizemeisterin der Jugendeinzelmeisterschaft U 12w  an der anderen Seite des Brettes zu sitzen.

 Es folgte ihm Cosima, die mit Frau Aghabekyan eine Mutter von zwei Schachkindern des KSF vor sich hatte. War sie aus der Eröffnung noch passabel herausgekommen, stellte sie später ihre bedrohte Dame genau auf das Feld, auf dem das folgende Springerschach diese vom Brett nehmen konnte. Danach wehrte sie sich zwar noch lange, aber ihre Lage wurde mit jedem Zug schlechter.

 Etwas überraschend musste sich als nächster Sebastian geschlagen geben. Denn lange hatte er mindestens ausgeglichen gestanden. Doch der Endspielerfahrung seiner 6 Jahre älteren Gegenspielerin war er nicht gewachsen.

 Mit Lars folgte unser vorletzter Jugendlicher. Lange hatte er sich dem Druck des Grundlinienmatts gewehrt, verlor dann aber doch eine Figur und die Partie. Ein Luftloch ist eben doch gut...

 Und Artur hatte den König der zweiten Erwachsenen in der Eröffnung übers Brett gescheucht und dabei 3 Bauern gewonnen. Als er aufstand konnte ich gar nicht glauben, dass die Partie noch verloren ging. Irgendwie ist er mental aus der Partie ausgestiegen, weil seine augenblickliche Lebenssituation ihm eigentlich keine Zeit zum Turnier spielen lässt.

 Besonders lange ging es dieses Mal bei Gabriel. Endlich hatte er einmal eine gleichwertigere Spielerin gegenüber. Nach ziemlichem Druck auf seinen König verlor er seine Dame, hatte aber plötzlich Turm und zwei Springer dafür! Mit einem Schach hätte er gutes Gegenspiel gehabt. Ihm fehlt halt die Erfahrung zum "Schach gesehen, Schach gegeben". Es wär ihm wohl lieber gewesen, dass Mara Haug ein Junge gewesen wär. Denn sie ist bereits die aktuelle Badische Meisterin U 10w! Jedenfalls gelang es ihr, den König von Gabriel vor ihre eigenen Bauern zu treiben und ihn so mit ihrer Dame Schach Matt zu setzen.

 Nach über 3 Stunden bot mir Anja Remis an. Wir waren erst im 15.Zug, ich hatte erst 70 Minuten verbraucht und stand komfortabel, sie nur noch 18 Minuten! Normalerweise hätt ich da schon noch geschaut, ob die Zeitnot sich auswirkt, auch wenn die jungen Spielerinnen und Spieler wesentlich besser im Blitzen sind als ich. Aber da ich gesundheitlich z.Z. ziemlich angeschlagen bin und die Auseinandersetzung um den Artikel mich zusätzlich Zeit und Nerven gekostet haben, hatte ich mich ursprünglich nur ans Brett setzen wollen, damit alle anderen ein Brett tiefer spielen können. Dass ich dann doch so fehlerfrei aufspielte hatte mich selbst überrascht. Nur wollte ich mir dann den Stress es ausnutzen zu müssen doch nicht antun und willigte ein, zumal Artur nix Zählbares geholt hatte. Denn dass wir dieses Mal mit der Höchststrafe nach Hause fahren wollte ich irgendwie doch verhindern.

 Gert war, wie eigentlich immer, derjenige, der sich am längsten an seinem Spiel erfreute. Stand lange ausgeglichen, brachte sich dann aber doch am Ende mit jedem Zug in eine schlechtere Position.

Zumindest die freundliche Atmosphäre war angenehm.

Wen die Tabelle interessiert: Wir sind trotz der zweiten hohen Niederlage noch vorletzter, weil wir zwar einen Brettpunkt weniger als der Letzte haben, dafür aber einen Mannschaftspunkt.