2. Spieltag, 3. Mannschaft

2. Spieltag, 3. Mannschaft -  1. und "letztes" Brett erkämpfen durch ihr Remis ersten Mannschaftspunkt!

Mit Blankenloch 2 hatten wir wieder eine Mannschaft, die nur mit 5 Spielern antrat - genauso wie im letzten Jahr! Zumindest erging es uns nicht wie gegen Oberhausen-Rheinhausen: 3 Punkte geschenkt und dann noch verloren. Dass dieses Ungemach überhaupt verhindert werden konnte, war nur mit immensem Einsatz möglich

Und es kamen dadurch zwei weitere Jugendlichen zum 1. Mal in dieser Saison zum Einsatz: Gabriel und Vincent. Das aber eher zufällig. Denn solch einen chaotischen Spieltag habe ich wohl noch nie erlebt.

Es begann damit, dass ich sonntagmorgens kurz vor 9 Uhr erfuhr, dass ich in unserer 2. Mannschaft aushelfen muss. In Zukunft müssen wir halt sehen, dass zwischen unserer zweiten und dritten für solche Extremfälle noch jemand bereit steht. Über diese Frage gab es ja sogar Mal eine sehr heftige Diskussion in unserem Verein, die mit der Aufstellung eines komplett neuen Vorstandes geschlichtet wurde. 

Für unsere dritte ist es wegen der erfreulichen vielen neuen Jugendlichen halt ungeschickt, wenn sie solch starke Gegner vor die Nase bekommen, gegen die sie keine Chance haben. Deshalb sehen wir zu, dass wir beiden Mannschaftsführer vorne die stärksten etwas ab puffern können. Ich versuchte also in diesem Bemühen noch einen anderen als mich zu bekommen, aber außer einem Kranken niemand erreicht. 

Ein noch schwererer Schlag war dann allerdings, dass einer unserer Zehnt-Klässler noch immer nicht die neun jährlichen Spieltermine auf seinem Schirm hatte. So mussten Luca und Gabriel statt an Brett 5 und 6  zwei Bretter höher heran.

Kurz nach 11 Uhr hatten  die beiden Senioren mit 1380 und 1235 DWZ-Punkten unsere beiden von der Realschulmannschaft bereits ausgespielt und sie konnten früh wieder nach Hause- geht im Heimspiel wenigstens problemlos. Dafür überraschte uns Vincent in seinem ersten Saisonspiel an Brett 5  mit einem Remis.

Da kam Hoffnung auf, denn nun fehlte nur noch ein halber Punkt zum Remis. Sebastian spielte am 2.Brett gegen einen älteren Jugendlichen famos auf, hatte bereits einen Bauern bis auf die 7.Reihe gebracht, übersah wohl eine Springergabel und musste nach zähem, aber dann aussichtslosem Widerstand aufgeben. Blieb noch Gert an Brett 1. Selbst in unserer zweiten spielte nur noch Vassilios als er trotz eines Mehrbauer seines DWZ-stärkeren, aber über 10 Jahre älteren, Kontrahenten mit großer Ausdauer und Zuversicht gegen hielt. Schließlich bot er diesem Remis an und sein Gegenüber willigte ein.

Voraussetzung dass wir mit diesem einen erspielten Punkt ein Mannschaftsremis erreichen war allerdings, dass an den 3 letzten Brettern auch Spieler im Spielraum anwesend sind! Cosima war bereitwillig erschienen, obwohl sie wusste, dass sie nicht zum Einsatz kommt. Und unser Löffel ist ja bei Heimspielen eh immer im Kaffee-Einsatz. Nur unser zweiter Erwachsenen Jose war bereits vorher für unsere Zweite vorgesehen, da diese auch einen Spieler ersetzen musste neben der Ausleihe nach oben. Was tun? kurzerhand rief ich unseren 85 jährigen Prof. Peters an. Und er war tatsächlich bereit, sich von mir vom Frühstückstisch wegholen zu lassen. Dem Verständnis meines Gegners war es zu verdanken, dass ich ihn während meines Spieles auch zurückfahren durfte. Denn mit seinem Papa mobil konnte er wegen der knappen Zeit ja nicht kommen und zu Fuß fällt ihm sein Berg inzwischen zu schwer.

Im letzten Moment war also unser Mannschaftspunkt dadurch gerettet worden. Das brauch ich aber nicht unbedingt noch einmal! Und mit dem KSF 7 kommt eine (Frauen-!) Mannschaft, die am 6.Brett noch eine 1200terin hat und unbedingt aufsteigen will....

Also lasst uns am Mittwoch mit einer guten Vorbereitung beginnen.

Gert und Helmut M.