Schachvereinigung Pfinztal

...der Schachverein für das Pfinztal und Umgebung

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SV-Pfinztal e.V.

Weihnachtsblitz 16.12.2009

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Name/ Runde 1. 2.
4.
6.
8.

11.
Summe Platz















Terzis V. 1 0 0 0 1 1 1 0 0 1 0
5 7
Kayser M. 1 1 0 0 1 0 1 1 1 0,5 1
7,5 4 - 5
Giacomelli B. 1 1 1 1 1 1 0,5 1 1 1 1
10,5 1
Ripp Dirk 1 1 1 0 0,5 1 1 1 0 1 0,5
8 3
Zeier Klaus 1 1 1 1 0,5 0 1 1 1 0 1
8,5 2
Hein A. 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0
0 12
Dunsche Joh. 0 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0
2 10
Heck Nils 0 0 1 1 1 1 0 1 1 1 1
7 6
Liedhegener A. 0 0 1 1 1 0 0,5 0 1 0 0
4,5 8 -9
Köster P. 0 0 0 1 0 1 0 0 0,5 1 1
4,5 8 -9
Majewski M. 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0
1 11
Fischbach G. 1 1 0 1 0 1 1 1 0,5 0,5 0,5
7,5 4 -5















bg -











66
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. Dezember 2009 um 09:31 Uhr
 

Waldbronn - Pfinztal

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Am letzten Spieltag vor Weihnachten mussten wir zum sehr starken Aufsteiger nach Waldbronn reisen, wo es galt den ersten Saisonsieg einzufahren, um wenigstens einen Mitteldfeldplatz einzunehmen. Leider mussten wir kurzfristig krankheitsbedingt auf unser Spitzenbrett Valerian Hirschberg verzichten, weshalb Dirk Ripp am achten Brett zu seinem Saisondebut kam.

Zu Beginn tat sich wie meist nicht viel aufregendes auf den Brettern, ich war am Spitzenbrett mit Französisch sehr zufrieden, Robert Zeier (2) musste schon früh improvisieren, baute aber eine feste, wenn auch etwas passive Stellung auf und Dirk hatte mal wieder seine Spezialvariante auf dem Brett. Nach etwa 2 Stunden zeichnete sich dann das erste Ergebnis ab, denn Bernd Giacomelli (4) hatte einen starken Königsangriff seines Gegners übersehen und musste 2 Bauern aufgeben, um die Drohungen gerade eben noch so zu decken. Natürlich ließ er sich davon nicht einschüchtern und kämpfte weiter.

Ansonsten schien Michael Gassner (7) einen Bauern zu gewinnen, was ihm wohl etwas Vorteil sichern sollte, während Peter Köster (6) sich einem sehr entschlossenen Königsangriff seines Gegners ausgesetzt sah, was so manchem Mannschaftskollegen etwas Angst einflößte, Peter aber weitestgehend kalt ließ. Jürgen Lutz (5) hatte die etwas bessere Stellung, aber ohne dass etwas Greifbares in Aussicht schien. Peter Ewald (3) stand wohl auch recht angenehm, wobei ich zugeben muss, dass ich von seiner Partie am wenigsten mitbekommen habe. Roberts Stellung machte mir immer größere Sorgen, denn zu seinem enormen Zeitverbrauch, kam eine sehr passive Stellung, deren Verteidigung höchste Genauigkeit zu erfordern schien.

Kurz vor der Zeitkontrolle gabs dann die ersten Ergebnisse. Peter Köster hatte geduldig die gegnerischen Drohungen pariert und dann von den Schwächen, die die weitvorgerückten weißen Bauern hinterlassen hatten, profitiert und souverän den vollen Punkt eingesackt. Jürgens Gegner hatte sich sehr ordentlich verteidigt und so war Jürgens Initiative immer mehr versiegt und in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel wurde schnell der Punkt geteilt. Die Zeitnotphase bekam ich leider nicht so mit, da ich etwas knapp an Zeit war und an meinem Brett einiges zu tun hatte. Ich hatte davon profitiert, dass mein Gegner die möglichen wilden Verwicklungen mit großen Risiken für beide Seiten scheute und befand mich in einer etwas zugeschobenen Stellung mit einigem Raumvorteil, in der mein Gegner keinerlei aktiven Plan hatte und ich so gemütlich ohne Risiko mit meinen Figuren herummanövrieren konnte. Leider verlor irgendwann in der Zeitnotphase Peter Ewald, wobei ich nicht sagen kann, was aus seiner anfangs ordentlichen Stellung geworden war. Nachdem ich meinen 40. Zug gemacht hatte, verschaffte ich mir wieder einen Überblick über die anderen Bretter.

Robert hatte in großer Zeitnot in immer noch schwieriger Stellung von einem Bock seines Gegners profitiert und 2 Bauern gewonnen, wovon er aber einen wieder hergab um den anderen weit nach vorne zu treiben. Daraus ergab sich wenig später ein Springerendspiel mit 5 gegen 4 Bauern am gleichen Flügel, was gute Gewinnchancen bot. Bernd stand weiter ziemlich hoffnungslos und Michael war irgendwie in einem schwierigen Turmendspiel mit je vier Bauern gelandet, in dem er 4 Bauerninseln, der Gegner aber nur 2 hatte, während sein Turm auch nicht zu günstig stand. Dirk hatte lange ein ihm nicht unbekanntes Endspiel gespielt ohne dass die Remisbreite verlassen wurde, aber jetzt war er gerade dabei eine Figur zu gewinnen, was mich trotz zweier nicht ganz ungefährlicher Freibauern des Gegners optimistisch stimmte. Ich selbst konnte kurz vor der Zeitkontrolle mit einem Opfer von 2 Figuren gegen einen Turm die Stellung öffnen und stand wenig später im Endspiel klar besser. Es schien also knapp zu werden mit leichten Vorteilen für uns, was einige schon wieder über ein 4:4 munkeln ließ.

Aber als wenig später Michael gewinnen konnte, nachdem sein Gegner etwas gierig Bauern fraß bis einer von Michaels Bauern reingelaufen war, schien die Sache gelaufen. Zwar musste Bernd bald wie erwartet die Waffen strecken, aber bei 3 besseren Stellungen musste doch ein Mannschaftssieg möglich sein. Dirk hatte zwar seinen Mehrspringer geopfert, um die gegnerischen Freibauern zu eliminieren, aber im Turmendspiel mit einem Bauern gegen keinen, aber abgeschnittenem König des Gegners schien zumindest praktisch der volle Punkt greifbar. Die übrigen Partien dümpelten nun eine ganze Weile so vor sich hin, was in meinem Fall an mangelnder Technik meinerseits, aber auch kreativer Verteigungsarbeit meines Gegners lag. Glück hatten wir als Dirks Gegner an einer Stelle den Turmtausch ins Totremis Bauernendspiel verschmähte. Danach ließ Dirk aber nichts mehr anbrennen und konnte kurz vor der letzten Zeitnotphase die erneute Führung markieren. Roberts Stellung schien auch immer besser zu werden, was mich trotz meinem teilweise etwas wirren Rumgeziehe beruhigte. Als wir uns am Spitzenbrett der finalen Zeitnotphase näherten vereinfachte ich die Stellung und konnte wenig später in ein leicht gewonnenes Endspiel abwickeln, in dem ich meinem Gegner in der Blitzphase keine Chance mehr ließ. Da sich auch Robert ein paar Minuten vor mir den Sieg gesichert hatte, hatten wir 5,5:2,5 gewonnen.

Alles in allem ein vielleicht etwas zu hoch ausgefallener, aber nicht unverdienter Sieg, durch den wir einigermaßen sorgenfrei die Weihnachtspause bis zum 10. Januar genießen können. An der Tabellenspitze der Landesliga gab es noch eine faustdicke Überraschung durch Birkenfeld, das den haushohen Favoriten KSF 2 mit 4,5:3,5 besiegen konnte und nun die Tabellenführung inne und mit Abstand die beste Ausgangsposition für den Aufstieg hat.

Waldbronn - Pfinztal 2,5:5,5

Kapfer - Zeier, K. 0:1
Franz - Zeier, R. 0:1
Falk - Ewald 1:0
Zimmer - Giacomelli 1:0
Hagen - Lutz 0,5
Neidhardt - Köster 0:1
Hagenbrock - Gassner 0:1
Österle - Ripp 0:1

 

SV Pfinztal 3 - SSV Bruchsal

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Wir mussten dieses Mal nicht ganz so früh aufstehen wie beim letzen Mal und erst um 10.00 Uhr anfangen.  
Nach zwei bitteren Niederlagen in Folge wollten wir heute unbedingt Punkten. Die Chancen sahen auch gar nicht so schlecht aus, wir gingen nämlich als klarer Favorit an die Bretter. Dies war unsere Aufstellung:

Vassilios Terzis
Helmut Majewski
Silke Pollandt
Andreas Liedhegener
Christian Buggle
Oliver Zind
Johannes Dunsche
Tobias Bantle

Die erste Stunde begann verhalten und es war mit einer Ausnahme noch fast nichts passiert: Nur in Tobias Partie lief es schon rund, er hatte schon früh einen Springer verloren, während der König seines Gegners nach15 Zügen plötzlich auf e4 auftauchte.
Doch eine Viertelstunde später gab es gleich einen Doppelschlag: Während Tobias plötzlich zweizügig völlig überraschend und souverän matt setzte, klingelte das Handy von meiner Gegnerin nach acht Zügen. So gingen wir mit zwei zu null in Führung.
Die Spiele der anderen liefen eine Dreiviertelstunde weiter, ohne das groß etwas passierte, doch um 12.00 Uhr fegte auch Christian seinen Gegner vom Brett. Schon stand es drei zu null und uns fehlten nur noch eineinhalb Punkte zum Sieg.
Und tatsächlich machte Oliver wenig später Remis, sodass uns nur noch ein Sieg fehlte. Kurz darauf bot Vassilis Gegner dann Remis an. Vasilli war der einzige, dessen Gegener eine höhere Zahl hatte und so könnte er mit dem Remis doch eigentlich gut leben. Nach etwas längerem Überlegen aufgrund der zumindest mal nicht schlechteren Stellung und Absprache mit Andreas nahm er es dann an.
So fehlte uns noch ein halber Punkt.
Und es sah gut aus: An Brett zwei bei Helmut das gewohnte Bild: Sein Gegner hatte noch 90 Minuten Zeit, während er noch 19 Minuten hatte, allerdings hatte er dafür einen Springer mehr. 
Silke an Brett 3 stand besser und hatte bei ausgeglichener Zeit einen Läufer sowie einen Bauern mehr. Ich glaube das würde sie im Schlaf nicht aus der Hand geben.
An Brett 4 bei Andreas stand es relativ ausgeglichen. Nach ein bisschen Wartezeit machte Andreas den Sieg aber dann perfekt: Er einigte sich mit seiner Gegnerin auf Remis.
Auch Silke spielte ihre Partie souverän zu Ende: Erst gewann sie noch den Turm ihres Gegners, dann zwang sie ihn zum Damentausch. Mit einem Turm mehr ging sie dann ins Endspiel und ihr Gegner gab auf. Silke, die seit sie bei diesem Verein spielt ungeschlagen ist, konnte somit den vierten Sieg perfekt machen.
Nun spielte nur noch Helmut, der es geschafft hatte mit 50 Sekunden auf der Uhr noch seinen 40. Zug zu machen. Er spielte und spielte, spielte immer noch und noch weiter. Nachdem alle eineinhalb Stunden auf ihn gewartet hatten, gab sein Gegner endlich auf.
So konnten wir zufrieden abbauen und mit einem hochverdienten sechseinhalb nach Hause fahren. Außerdem lässt es sich nun über die Weinachtszeit viel schöner auf die Tabelle schauen und wir können optimistisch und voller Selbstvertrauen zum nächsten Auswärtsspiel nach Hambrücken fahren.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. Dezember 2009 um 21:44 Uhr
 

Pfinztal - Birkenfeld

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Im Heimspiel gegen Birkenfeld war der erste Saisonsieg Pflicht, wollten wir noch eine Rolle im Aufstiegskampf spielen. Da wir in den letzten Jahren gegen Birkenfeld meist erfolgreich waren, gab es auch Anlaß zum Optimismus.

Und auch das Spiel entwickelte sich zu Beginn ganz hervorragend. Valerian Hirschberg (1) und Robert Zeier (3) profitierten mit Schwarz von ihrer guten Vorbereitung und wenig später von simplen Bauerneinstellern ihrer Gegner. Ich konnte mit Weiß trotz der Vorbereitung meines Gegners in der Birkenfelder Spezialvariante einigen Vorteil mein Eigen nennen und nachdem Peter Ewalds (4) gesundheitlich ziemlich angeschlagener Gegner am Königsflügel alles mögliche einstellte, schien es als könnte es heute einen richtig hohen Sieg geben. Denn auch bei Jürgen Lutz (6), Peter Köster (7) und Michael Gassner (8) hatten wir die optisch angenehmeren bis etwas vorteilhafteren Stellungen. Bernd Giacomellis (5) Stellung durchschaute ich nicht wirklich, er hatte zwar eine Figur mehr, aber die wütenden Angriffe seiner Gegnerin auf seinen König schienen nicht ganz ungefährlich.

Wenig später erzielte Peter Ewald das 1:0 und ich konnte als mein Gegner beim Versuch einen Bauern zurückzugewinnen eine Figur verlor auf 2:0 erhöhen. Leider hatte Valerian das Risiko sehr gescheut und stand trotz Mehrbauer recht ausgeglichen. Schlimmer lief es noch bei Robert, der irgendwie kein Zutrauen zu seiner ganz klar besseren Stellung zu haben schien und extrem passiv agierte, was irgendwann zum Verlust des Mehrbauern und zu einer ziemlich ausgeglichenen Stellung führte. Als er dann in Zeitnot vollends den Faden verlor und in einem deutlich schlechteren Turmendspiel landete, sah es schon nicht mehr so toll für uns aus. Der aufmerksame Leser sollte sich nun fragen wie es plötzlich nicht mehr so gut aussehen konnte.

Das lag daran, dass wir diesmal nicht nur an den Brettern 1 und 3 Chancen ausließen. Zusätzlich hatte Jürgen in leicht besserer Stellung einen Konter seines Gegners übersehen und spielte ein Endspiel mit 3 oder 4 Minusbauern, das nur minimale Chancen auf ein Dauerschach bot. Außerdem hatte Michael in Zeitnot völlig den Faden verloren und seine deutlich vorteilhafte Stellung in eine klare Verluststellung ruiniert. Nun gut, es blieben ja noch Peter Köster, der mit Schwarz eine richtig gute Partie spielte und in mit einem gefährlichen Randfreibauern im Turm- und Läuferendspiel auf den dritten vollen Punkt drückte und Bernd, der den Angriff seiner Gegnerin überlebt hatte, ihr aber in ihrer unfassbaren Zeitnot (10 Sekunden für ca. 8 Züge) zuviel Material zurückgab und so nur etwas besser stand. Bei Robert ging es weiter steil bergab und es war nur noch eine Frage der Technik wann sein Gegner den vollen Punkt haben würde. Valerian wartete nach der Zeitnotphase erstmal etwas ab, um besser beurteilen zu können, ob er zum dritten Mal die Züge wiederholen sollte. Dem Anschlußtreffer bei Michael folgte prompt der überzeugende Sieg von Peter Köster und nachdem Bernd einen sehr guten Zug fand, erlaubte ich Valerian den halben Punkt einzusacken. Kurz darauf musste aber Jürgen erwartungsgemäß die Waffen strecken, sodass es 3,5:2,5 für uns stand.

Es blieben Bernds nun klar bessere Stellung und Roberts Verluststellung. In der nächsten Zeit beobachtete ich den Kampf nicht so genau, umso erstaunter war ich als Robert nach draußen kam und vermeldete, er würde Remis schaffen. Sein Gegner hatte in einer Partie Not gegen Elend (die Kontrahenten verzeihen mir bitte diesen Ausdruck) im Turmendspiel einen extrem einfachen und auf viele verschiedene Arten möglichen Sieg verschenkt und uns so im Grunde endgültig den Sieg gesichert. So dachte ich zumindest zu diesem Zeitpunkt. Als ich aber zur entscheidenden Zeitnotphase wieder hereinkam, musste ich mitanschauen wie Bernd in immer noch nicht ganz einfacher aber dennoch klar besserer Stellung seine Zeit von über drei Minuten auf 1:36 herunterticken ließ, während seine Gegnerin noch gut 4 Minuten hatte, die sie aber nach Bernds Zug auch gleich mal weit unter 3 Minuten runterticken ließ. Beim folgenden "auf Brett und Uhr drauf hauen" stellte Bernd schnell die erste Figur ein was aber zu einem Endspiel Turm, Springer, 2 verbundene Freibauern für Bernd gegen 2 Türme der Gegnerin führte, das besser aber auf jeden Fall unverlierbar für Bernd war, so dachte ich. Tja, falsch gedacht, erst kam ihm der Springer abhanden, wobei der Turm getauscht wurde und dann vergab er die Chance mit seinen weit vorgerückten Bauern gegen den Turm immer noch Remis zu halten. Bei etwa 40 Sekunden für beide Seiten ergab sich folgende Stellung: Weiß (Sina Böttger): Te2 Kb3, Schwarz (Bernd): Ba5 Bb2 Kb1. Bernd zog richtig den einzigen Zug a4+ worauf Ka3 folgte und nun hätte Ka1!! sofort das Remis sichergestellt, da Weiß Patt setzen muss um den Einzug des schwarzen Bauern zu verhindern. Stattdessen kam aber leider Kc1? was wenig später zum Matt führte.

Es kam also wie es kommen musste und wir spielten erneut 4:4, wodurch wir uns wohl endgültig von unserem Ziel Aufstieg verabschieden können. Stattdessen sollten wir uns eher fragen, wie wir in Zukunft verhindern können, dass der Mannschaftsführer dem Nervenzusammenbruch sehr nahe kommt und vor allem ob 9 mal 4:4 eigentlich zum Klassenerhalt reicht.

Pfinztal – Birkenfeld 4:4

Hirschberg - Braun, J. 0,5

Zeier, K. - Hubel 1:0

Zeier, R. - Bodrozic 0,5

Ewald - Braun, R. 1:0

Giacomelli - Böttger, S. 0:1

Lutz - Böttger, M. 0:1

Köster - Malheuer 1:0

Gassner - Staib 0:1

 

3. Spieltag Bezirksklasse Blankenloch - Pfinztal II

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Dritter Spieltag Bezirksklasse Blankenloch - Pfinztal II

 

Mannschaftskämpfe gegen Blankenloch gehören für unsere II.Mannschaft seit einigen Jahren schon zum festen Bestandteil einer jeden Saison. Und wenn sie es dann doch mal geschafft haben uns in die nächsthöhere Klasse zu entwischen, dann setzen wir alles daran ihnen im nächsten Jahr wieder auf die Pelle zu rücken. So kam es in dieser Saison, nicht wie einst zu alten A-Klasse-Zeiten, wieder einmal zum altbekannten Kräftemessen in der Pestalozzischule in Blankenloch.

 

Blankenloch startete wie wir mit einem Sieg gegen die KSF V und einer Niederlage in die Saison und diese Partie sollte richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein, denn wer verlieren würde, befände sich im akuten Abstiegskampf. Unglücklicherweise war unser Teamcaptain Michael Kayser privat verhindert und wir mussten mit einem Ersatzmann auskommen. Doch mit Vassili Terzis stand uns ein erprobter Blankenlochexperte zur Verfügung, war er doch als langjähriger Mannschaftsführer schon des öfteren dort zu Gast. Zum allergrößten Unglück musste dann auch noch Gerald Fischbach aus Krankheitsgründen kurzfristig absagen. Doch trotzdem war ich frohen Mutes, denn ich gedachte dem Pflaumenboss, alias Johannes Dunsche, einen Einsatz in der II. Mannschaft zu geben. Doch wenn man kein Glück hat, dann kommt manchmal auch noch Unvermögen dazu, denn die 3.Mannschaft begann ihren Mannschaftskampf in Kraichtal schon um 9.00h und somit war es nicht mehr möglich einen Spieler aus der Dritten abzuziehen. Ich möchte hier an dieser Stelle nochmals für einen einheitlichen Spielbeginn für alle Mannschaften in allen Klassen plädieren.

 

Was nun machen? Zu siebt nach Blankenloch fahren? Nein, das kam nicht in Frage, und so fand sich mit Jonas Aufmkolk ein Jugendlicher aus der IV. Mannschaft der bereit war uns zu unterstützen, wohlwissend, dass es eine ganz schwere Partie werden würde und als wir ankamen und die Mannschaftsaufstellung der Gastgeber sahen, wurden unsere Zweifel etwas Zählbares zu holen größer, denn sie waren in Bestbesetzung angetreten.

 

Doch genug des Schwafelns, kommen wir zu den Partien. Jonas Aufmkolk (Brett 8) spielte mit schwarz in einer offenen Partie mit unrochiertem König recht früh den Vorstoß f5. Zwar gelang es ihm dem Gegner eine Qualität abzuluchsen, den Angriff den es aber anschließend zu überstehen galt machte das Ganze höchst riskant. Vassili (7) bekam seine Lieblingsvariante Morra-Gambit aufs Brett. Er meint dazu, „da kann man mal 7 oder 8 Züge hinstellen, und dann weiterschaun wie sich alles so entwickelt und nen Bauer mehr oder weniger haben ist in der Klasse eh nicht entscheidend.“ Ralf Gassner (6) dagegen spielte einen Grünfelder wie aus einem Guss. Wegrochiert, schnell c5 gezogen, und dann weiter im Zentrum angegriffen. Die schwarzen Figuren standen alle auf schönen Feldern, während sich die Weißen im Weg waren. Die Partie sah schon von Beginn an sehr angenehm für uns aus. Weniger angenehm dagegen sah es bei Stephan Schade (5) aus. Mit Weiß spielte er in einem Pirc-Aufbau im 4. Zug e5. Schwarz nahm den Bauern und tauschte anschließend die Damen raus, somit war eigentlich Stephans wichtigster Trumpf aus dem Spiel. An diesem Brett sah ich unsere Felle davonschwimmen.

An die Eröffnung von Brett 4, Michael Teutsch, kann ich mich nicht mehr genau erinnern, aber an sein Klagen, dass er bald mit Schach aufhören müsse, wenn er regelmäßig Bauern einstelle, daran kann ich mich noch erinnern. Doch wenn die Stellung auch einen Bauern weniger hatte, mit einem Läufer auf b2 und Bauern auf c3 und d4 kann man nicht so viel besser stehen. An Brett 3, bei Nils Heck, brannte wieder einmal das Brett. In einem Alapin-Sizilianer spielte Nils mit Isolani und bekam riesen- Mega-Druckspiel, ich sah den armen Othmar Raub schon bald am Boden liegen. Leander Hirschberg (2) versuchte es anders. Er spulte eine 15-zügige Hauptvariante des abgelehnten Damengambits herunter, leistete sich dann aber eine kleine Ungenauigkeit die ihn zu einer passiven Verteidigung zwang. Am Spitzenbrett gelang es mir von einem Sämisch-Königsinder in einen Marocy-Sizilianer überzulenken, mit Tempo weniger. Tja, denn die Stellungen die ich in der Datenbank fand waren immer mit Weiß am Zuge. Irgendwo war mir ein Tempo abhanden gekommen – dumm gelaufen.

 

Alles in allem stand es insgesamt wohl etwas schlechter für uns, deshalb bekam Vassili, der ein Remisangebot nach nur 9 Zügen bekam, die Order gefälligst weiterzuspielen, was er mehr oder weniger freudig tat. Die erste Null am heutigen Tag kam dann auch erwartungsgemäß von Jonas. Sein 500 DWZ-Punkte stärkerer Gegner trug einen schönen Königsangriff vor, und als Jonas sich dann auch noch verrechnete, war die Partie Matt.

 

Dann passierte erst mal eine Weile gar nix. Beim Schlendern durch die Reihen sah ich Vassili, Nils und Ralf in Vorteil, Stephan etwa ausgeglichen und Leander und Michael eher etwas schlechter. Meine Stellung aber verwandelte sich gerade von „durchaus gut spielbar“ zu „Mist, jetzt gefällts mir plötzlich nicht mehr so gut.“ Daraufhin machte ich einen riskanten Angriffszug und bot Remis an, nach dem Motto „Friss oder stirb“. Mein Gegner schien sich davon etwas beeindrucken zu lassen und so schlossen wir Frieden.

 

Wieder passierte eine ganze Weile gar nichts. Bis, ja bis Vassilis Tisch sich in Richtung seines Gegners bewegte. Unmerklich, und auch nur für schon mit dem Phänomen vertrauten fiel auf, dass sich durch die Gewalt von Vassilis Zügen die Demarkationslinie verschob, das Ende von C.Pirc schien gekommen. Ein bärenstarker Springer hatte sich auf d6 eingenistet und hinderte schwarz an der Rochade worauf sich der König nach e7 zu verschanzen suchte. Doch dem Turm auf h8 gelang es nicht mehr rechtzeitig ins Spiel zu kommen was ein schnelles Ende einer taktisch überzeugenden Partie bedeutete. Der Ausgleich war hergestellt.

 

Die nächste Entscheidung war zu treffen, als der Gegner von Stephan Remis bot. In Anbetracht des unklaren Doppelläuferendspiels und der noch ganz akzeptablen anderen Bretterstände, wäre ein Remis durchaus logisch gewesen. Aber, das Läuferpaar in Händen von Stephan is eben immer etwas mehr wert als das in den Händen von „normalen“ Spielern und dieser minimale Umstand sollte uns dann zum Vorteil gereichen. Es gelang ihm seinen etwas schlechteren Läufer abzutauschen, dabei einen Bauern zu gewinnen und schwupps einen Bauern einlaufen zu lassen. Das war die Führung. Ausgebaut wurde sie, als Ralf seine deutlichen Positionsvorteile in materiellen Vorteil umwandeln konnte. Die Aufgabe des Gegners ließ nicht lange auf sich warten.

 

3,5 zu 1,5 und noch 3 Partien zu spielen. Das sollte doch zu machen sein. Doch zuerst einmal verlor Leander nach hartem Widerstand in einem Damenendspiel ein wenig den Faden und Blankenloch konnte verkürzen …und dann der Gau. Nils berechnete, möglicherweise auch mangels Zeit, eine Tauschabwicklung nicht korrekt und Othmar Raub gelang der Ausgleich. 3,5 zu 3,5 und alles lag an Michael Teutsch. Die Stellung sah zwei schwache Königsstellungen wobei weiß die klareren Drohungen besaß. Ich sprach kurz mit Michael und meinte, dass in Anbetracht des Spielverlaufs ein Remis durchaus angemessen wäre. Michael zog also mit dem König nach diversen Schachdrohungen immer hin und her, ein Weiterkommen war für Weiß nicht zu erkennen. Doch dann drehte dieser durch. An einem Remis wohl nicht interessiert schnappte sich der Anziehende einen vergifteten Bauern, worauf plötzlich der schwarze Angriff ins Laufen kam. Doch kaum war die Gefahr zu erkennen war die Partie auch schon zu Ende – Matt oder Turmverlust und der Gegner gab auf.

 

So gelang uns mit mehr Glück als uns lieb sein konnte ein Sieg gegen unseren Rivalen Blankenloch mit 4,5 zu 3,5. So reisen wir in 3 Wochen zum verlustpunktfreien Tabellenführer nach Karlsbad, der nominell sicher stärker aufgestellt sein wird. Zu verlieren haben wir nichts, aber mit einer Leistung wie am heutigen Tag ist mir auch dort nicht bange.

 

 

5

6

SK Blankenloch

1729

7

SV Pfinztal   2

1635

1

1

Gerhold,Jörg

1915

12

Ripp,Dirk

1909

½

½

2

2

Gerber,Andreas

1850

16

Hirschberg,Leander

1663

1

0

3

3

Raub,Othmar

1777

17

Heck,Nils

1698

1

0

4

4

Heckfuß,Herbert

1747

19

Teutsch,Michael,Dr.

1729

0

1

5

5

Häuser,Jürgen

1662

20

Schade,Stephan

1663

0

1

6

6

Scholtyssek,Werner

1643

22

Gassner,Ralf

1675

0

1

7

7

Pirk,Christian

1627

24

Terzis,Vassilios

1630

0

1

8

8

Paulus,Armin

1611

43

Aufmkolk,Jonas

1113

1

0

 

 

 

Dirk Ripp

Ersatzteamchef

 


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